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Per Modulsystem zur ITIL-Zertifizierung

Jeder, der sich beruflich schon einmal intensiv mit dem IT-Bereich befasst hat, musste sich unweigerlich auch mit der ITIL beschäftigen. Die sogenannte IT-Infrastructure-Library gilt als das Nachschlagewerk im Bereich IT-Geschäftsprozesse. Damit wird die Publikationsreihe nicht zur ständigen Lektüre für IT-Consultants und IT-Manager, sondern auch zum Namensgeber und zur Grundlektüre attraktiver Weiterbildungsoptionen. Die ITIL-Zertifizierungen erfolgen nach einem speziellen Stufen-Modell, welches sich über Grundlagen- und Fortgeschrittenen-Level bis hin zu Expert- und Master-Level erstreckt. Die Kurse werden als kurze Intensivkurse oder über einen längeren Zeitraum angeboten.

Lassen Sie sich nicht von den Kursgebühren abschrecken. Die ITIL-Zertifizierungen sind äußerst renommiert und im gesamten IT-Bereich eine anerkannte Größe.

Exkurs: Die IT-Bibel im Überblick

Eins ist allen ITIL-Bänden gleich: die Gliederung. In jedem Buch wird ein bestimmter IT-Bereich näher betrachtet und bezüglich Nutzbarkeit, Voraussetzungen für die Einführung der Prozesse sowie Methoden und Anleitungen zur Implementierung beschrieben. Auch Reporting-Themen bzw. etwaige Risikofaktoren werden beleuchtet. Zum Schluss folgt in der Regel ein Anhang mit Beispielen und einem kleinen Nachschlagewerk. Die einzelnen Bücher beschäftigen sich jeweils mit einem Schwerpunktthema wie der kontinuierlichen Serviceverbesserung, der schrittweisen Serviceinbetriebnahme, dem operativen Servicebetrieb, der Serviceentwicklung und nicht zuletzt der Servicestrategie, die sich über das gesamte Lifecycle-Management erstreckt. Mit diesen Inhalten wird die ITIL zur IT-Bibel in den Bereichen Prozessmanagement, IT-Service-Management und Business-Service-Management – und zur Grundlage zahlreicher ITIL-Kurse, in denen ITIL-Zertifizierungen erworben werden können.

Die ITIL-Zertifizierung Stufe 1 – der Grundlagenkurs

Das Foundation-Seminar, welches mit dem ITIL Foundation Zertifikat abschließt, behandelt folgende Schwerpunkte: Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation und Continual Service Improvement. Dabei stehen neben den Grundlagen des Service-Managements auch die Themen Business-Werte, Lebenszyklus eines Services inklusive Prozesslandschaft sowie Rollen, Funktionen, Risiken und Praxisherausforderungen auf dem Stundenplan. Nach erfolgreichem Abschluss des Grundlagenkurses wissen die Seminarteilnehmer um den hohen Stellenwert von Service Management, begreifen den Service Lifecycle und können mit den Kernbegriffen sowie Funktionen, Prozesse und Rollen von ITIL jonglieren. Insbesondere der IT-Consultant wird hier auf den ein oder anderen bekannten Inhalt stoßen.

Die ITIL-Zertifizierung Stufe 2 – der Fortgeschrittenen-Level

Die in Stufe 2 zu erwerbenden Lektionen gliedern sich in die stark aufs Management ausgerichteten Lifecycle-Module und die praxisorientierten Capability-Module. Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation und Continual Service Improvement zählen dabei zu den Lifecycle Modulen. Damit stehen – je nach Anbieter – folgende Inhalte auf dem Stundenplan: Strategy, Service Portfolio, Financial, Demand sowie Business Relationship Management. Darüber hinaus wird erklärt, wie Aktivitäten im Service Design Management gesteuert, organisiert und auch analysiert werden. Jedes Einzelmodul der Lifecycle-Module gliedert sich in theoretische Ansätze, die praktische Steuerung sowie die Chancen und Risiken. Damit werden auch Prozesse, Methoden und Techniken zur kontinuierlichen Prozessoptimierung beleuchtet.

Planning, Protection & Optimisation, Service Offerings & Agreements, Operational Support & Analysis sowie Release, Control & Validation zählen zu den Capability Modules. In diesen Seminaren werden Kenntnisse vermittelt, die Prozesse analysierbar und dokumentierbar machen, die zeigen, wie Schwachstellen aufgedeckt werden und, wie das Change Management aktiv und effektiv angegangen werden soll. Darüber hinaus stehen die Grundsätze im Service Operation Bereich (Event, Incident, Problem, Request, Access) und die dazugehörigen Funktionen (Service Desk, Technical Management, Application Management, IT Operations Management) auf dem Lehrplan. Ein großer Bereich befasst sich auch mit den kundenorientierten Serviceleistungen von der Aufnahme der Geschäftsprozesse über die Auswahl eines neuen, geeigneten IT-Systems bis hin zur Implementierung. Dabei werden stets auch Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten beleuchtet.

Die ITIL-Zertifizierungen Stufe 3 und 4 – der Expert- und der Master-Level

Jetzt wird zusammengerechnet! Mit erfolgreichem Abschluss des Fortgeschrittenen-Levels, erhalten Sie die ITIL-Zertifizierung als ITIL-Expert. Dafür werden alle bisher erlangten Punkte addiert – aus dem Foundation-Kurs sowie aus den Advantage-Modulen und der MALC-Prüfung, die den Abschluss der Fortgeschrittenen-Module bildet. Der darauf folgende Master-Level vereint nun all das bisher in Modulen Gelernte und fordert die Anwendung in der betrieblichen Praxis. Erst mit dem Nachweis des Expert-Zertifikats und mehreren Jahren Berufserfahrung als IT-Consultant oder IT-Manager kann die höchste ITIL-Zertifizierung erworben werden.

Die Zielgruppe von ITIL-Seminaren

Nach genauer Betrachtung der Inhalte und des Modulsystems wird klar: Auch wenn es keine klassischen Teilnahmevoraussetzungen gibt, so sind doch Projektmanagement-Kenntnisse das A und O und IT-Kenntnisse sehr hilfreich. Und amortisieren wird sich die recht hohe Kursgebühr auch relativ schnell, denn die ITIL-Zertifizierungen sind ein großer Pluspunkt im Bewerbungsgespräch und bei Gehaltsverhandlungen. Damit richten sich die Zertifizierungen an IT-Führungskräfte, IT-Manager und IT-Consultants, aber auch Projektleiter und Service-Manager können hier interessante Erfahrungen machen.
 

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