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In drei Stufen zur ISTQB-Zertifizierung

ISTQB steht als Abkürzung für International Software Testing Qualifications Boards und benennt die gemeinnützige Einrichtung, die sich für die Zertifizierung von Softwaretestern verantwortlich zeichnet. Die Ausbildung zum Certified Tester gliedert sich in drei Stufen – den Foundation, den Advcanced und den Expert Level. Schulungs- und Prüfungsinhalte werden zentral vom German Testing Board herausgegeben. Diese haben in 2013 bereits 300.000 Softwaretester zertifiziert.

Und an wen richtet sich das dreistufige Seminarangebot zum Certified Tester? Grundsätzlich an alle Berufsgruppen, die mit IT-Themen zu tun haben, und damit unter anderem an Programmierer, Wirtschaftsinformatiker, Medieninformatiker, Anwendungsentwickler, Webmaster und Systemintegratoren. Doch auch im Management-Bereich ist die ISTQB-Zertifizierung eine gern gesehene Zusatzqualifikation, mit der IT-Consultants und IT-Manager ihr Praxiswissen vertiefen können.

Der Lehrplan im Rahmen der ISTQB-Zertifizierung

Im ersten Kurs, dem Foundation-Level, werden Grundlagen des Softwaretestens erläutert. Darüber hinaus werden Softwareentwicklungsmodelle und Testprozesse erläutert sowie Reviews und statische Analysen durchgeführt. Auch dynamische Tests wie spezifikationsbasierte Tests (Black-Box-Tests), strukturbasierte Tests (White-Box-Tests), erfahrungsbasierte und modellbasierte Tests stehen im Grundkurs auf dem Programm. Eingeordnet wird das Thema Software-Tests darüber hinaus in die unternehmerische Prozesslandschaft – so wird das Testmanagement, das Risikomanagement, das Konfigurationsmanagement sowie das Abweichungsmanagement thematisiert. Bereits im Foundation-Level werden Testwerkzeuge beschrieben und Testfälle entworfen. Bei bestandener Prüfung erhalten Sie die ISTQB-Zertifizierung Certified Tester Foundation Level.

Im Fortgeschrittenen-Level können drei Prüfungen abgelegt werden – die zum Test Manager, die zum Test Analyst und die zum Technical Test Analyst. Werden alle drei Teilbereiche erfolgreich abgeschlossen, erhalten Sie die ISTQB-Zertifizierung Certified Tester Advanced Level.

Planungs- und Kontrollgrößen werden im Test-Manager-Kurs thematisiert. Dabei steht die Planung, Dokumentation und Verfolgung der Tests im Vordergrund. Darüber hinaus werden Verbindungen zum Fehlermanagement, Risikomanagement und Testmanagement aufgezeigt. Selbstverständlich darf auch der Praxisbezug nicht fehlen und so wird die Rolle des Testmanagers im Unternehmen sowie die Anforderungen fachlicher und sozialer Art näher beleuchtet. Die Aufgaben eines Testmanagers sind an dieser Stelle vergleichbar mit denen eines Projektmanagers, denn auch die Optimierung und Anpassung im laufenden Test sowie die Koordination des Test-Teams gehören zu seinen Aufgaben.

Im Test Analyst-Kurs stehen – ähnlich wie im dritten Kurs, dem Technical Test Analyst -Testverfahren auf dem Lehrplan. Behandelt werden spezifikationsorientierte Testverfahren (Äquivalenzklassenanalyse – Grenzwertanalyse – zustandsbezogene Tests – Entscheidungstabellentest – Ursache – Wirkungsgraph – kombinatorische Verfahren – Anwendungsfall- und User-Story-basiertes Testen), Fehlertaxonomien sowie intuitives und exploratives Testen. Ziel ist es, den Seminarteilnehmern zu vermitteln, wie sie einen Test überwachen, steuern und etwaige Risiken zeitnah erkennen. Auch die Auswahl des passenden Testverfahrens sowie die nötigen Qualitätsmerkmale werden in diesem Kursmodul behandelt. Darüber hinaus werden Reviewtypen beleuchtet und Testwerkzeuge vorgestellt. Auch das Fehlermanagement wird behandelt.

Die Schwerpunkte des Technical Test Analyst-Kurses sind die Spezifikation und die Durchführung von Softwaretests mithilfe diverser Test-Techniken, die Bezug nehmend auf den Foundation-Kurs noch einmal vertieft werden. Hier steht der Testprozess im Vordergrund, der sich von der Analyse und dem Testdesign über die Realisierung und Durchführung bis hin zur Auswertung erstreckt. Dabei werden spezifikationsbasierte Testtechniken (Äquivalenzklassenanalyse, Grenzwertanalyse – zustandsbezogene Tests, Entscheidungstabellentests), strukturorientierte Testtechniken (Anweisungs- und Zweigüberdeckung, Pfadüberdeckung, LCSAJ- und Segment-Paar-Überdeckung, einfache, mehrfache und minimale Mehrfachbedingungsüberdeckung) und ergänzende Testtechniken (Fehler-Taxonomien, Fehlererwartungsmethode, checklistenbasiertes Testen, exploratives Testen, Software-Attacken) behandelt. Daneben ist das Fehler- und Abweichungsmanagement ein Inhaltspunkt des Kurses.

An wahre Experten im Software-Bereich richtet sich das Expert-Level mit Spezialthemen wie Process Improvement und Test Management, Test Automation Management oder Security Testing (ab 2015). Werden auch diese Teilbereiche erfolgreich abgeschlossen, erhalten Sie die ISTQB-Zertifizierung Certified Tester Expert Level.

ISTQB-Zertifizierung für angehende IT-Consultants

Auf was achten Personalreferenten bei der Besetzung von Arbeitsstellen? Auf sehr gute theoretische Kenntnisse, die Passgenauigkeit zur ausgeschriebenen Stelle und Praxiserfahrungen. Mit der ISTQB-Zertifizierung bietet sich angehenden IT-Consultants die perfekte Möglichkeit, sich qualifizierte Praxiskenntnisse im Software-Bereich anzueignen, die künftig zum USP (Unique Selling Proposition) im Vorstellungsgespräch werden können. Und auch das künftige Gehalt lässt sich schneller und mit besseren Ergebnissen verhandeln, wenn die ISTQB-Zertifizierung im Lebenslauf steht. Und somit beantwortet sich auch die Frage, ob sich die Weiterbildung überhaupt lohnt. Ja, zweifelsohne – auch wenn die Kursgebühren durchaus teuer sind. Allerdings werden sich diese Kosten bald wieder amortisiert haben. Kostenloses Informationsmaterial zu Fernstudien im IT-Bereich können Sie hier bestellen.
 

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